Die vorgestellte Arbeit entstand während des Industriepraktikums in Zusammenarbeit zwischen dem VEB RFT Nachrichtenelektronik Leipzig und der Sektion Physik/ Elektronik der Erns-Moritz-Arndt Universität Greifswald in einem 3 monatigen Industriepraktikum.
Bei der 4-2 Drahtumsetzung in der PCM Technik wird das Sendesignal- und das Empfangssignal auf einer einfachen 2-Drahrtleitung übertragen. In der herkömmlichen Technik wird diese Umsetzung durch eine Brückenschaltung vermieden, daß von Leitungseigenschaften ahängiges Echo in den Sendepfad zurückreflektiert wird.
Moderne digitale Verfahren arbeiten mit sogenannten adaptiven Balancefiltern. Das Empfangssignal wird dabei durch ein Balancefilter verformt und so in den Sendepfad eingebracht, daß das Echosignal kompensiert wird. Optimales Verhalten wird erreicht, wenn sich diese Balancefilter zeitabhängig an den Leitungseigenschaften anpassen (Adaption).
Für die adaptive Lösung des Problems wurde der stochastische Gradientenalgorithmus (LMS) zur Minimierung des Restechos ausgewählt. Zur Simulation der Verhaltensweise des Echopfades wird als auch fuer die Realisierung des Balancefilters wird ein Filter mit endlicher Impulsantwort (FIR-Filter) mit einem Filter mit unendlicher Impulsantwort (IIR-Filetr) in Kaskade geschaltet. Dabei wurden Signale mit verschiedenen Leistungsspektren gewählt.
Das entwickelte Programmpaket erlaubt es, die Untersuchungen des Adaptionsverhaltens in Abhängigkeit von der Sende und Empfangsleistung und dem Spektrum des Enganagssignals zu untersuchen. Das Programm ermöglicht es durch Vereinfachung des Adaptionsalgorithmus den Rechenaufwand zu senken und damit Aussagen für den für den Echtzeitbetrieb mit Signalprozessoren zu gewinnen.